Mit Prototypen schneller zur Digitalisierung

Oftmals würde es guttun, einfach mal zu machen, statt lange zu planen. Die Geschäftsstrategie sollte die Digitalisierung stets miteinbeziehen. Jedoch tun sich viele KMU’s mit der Umsetzung ihrer digitalen Bemühungen schwer und sehen meist einen hohen Zeit und Kostenaufwand, das muss nicht sein. 

Viele KMU’s sehen die Digitalisierung als Pflichtübung und unterschätzen die Möglichkeiten für ihr Geschäftsmodell. Meist werden nur bestehende Prozesse und Produkte für die Digitalisierung in Betracht gezogen und das Geschäftsmodell ausgeklammert.  Einige hadern aber selbst mit der Umsetzung dieser Hausaufgaben, sei es aus mangelndem Know-how oder fehlenden Ressourcen. Die Studie zur Digitalisierung gibt weitere Informationen zu diesem Thema. Es ist essenziell, sich damit grundlegend zu beschäftigen und auf dem richtigen Fundament aufzusetzen. Allein schon, weil darin grosse Prozessverbesserungen und ein hohes Sparpotenzial liegen z.B. mit der Schliessung von Medienbrüchen und Sicherstellung des Kundenzugangs.

Der Abstand zwischen den "early-mover", also Firmen, die sich intensiv mit der Digitalisierung auseinandersetzen, und den "Nachzüglern" wird aufgrund der schnelleren Technologie Zyklen grösser. Diese Geschwindigkeit bedingt neue Methodiken und Arbeitsweisen. Agilität ist das Schlagwort der Stunde und hat schon längst im Projektmanagement Einzug gehalten. Es geht darum, schnell zu Ergebnissen zu kommen, um diese mit echten Benutzern testen zu können, statt vorher alles theoretisch in ein ellenlanges Pflichtenheft zu giessen. Das gilt insbesondere für neuartige Produkte, was bei Individualsoftware die Regel ist. Oft kommt der Appetit mit dem Essen, die Bedürfnisse zeigen sich beim Benutzen und durch die agile Methodik wird eine flexible Entwicklung nach den neuen Bedürfnissen ermöglicht.

Prototyp statt Pflichtenheft

Dieser sehr treffende Titel bringt einen weiteren Trend der Digitalisierung auf den Punkt: Die hohe Geschwindigkeit der Technologie Zyklen lassen zusehends Strategie, Konzeption und Umsetzung ineinander verschmelzen.  Digitalisierung in der Theorie nützt eben nicht viel, entscheidend ist das die Umsetzung und Lieferfähigkeit ebenfalls sichergestellt ist. Die besten Lösungen entstehen mit dem Fokus auf den Kundennutzen und unterschiedlichen Blickwinkeln. Ein besseres Kundenerlebnis ist das eine, zusätzlich ist es wichtig das viele involvierte Stakeholder bereits von Anfang an in den Prozess einbezogen werden, um so böse Überraschungen zu vermeiden. Da so bereits in der Konzeptphase viele Möglichkeiten abgestimmt werden können und das Risiko für Fehler in der Umsetzungsphase stark reduziert werden kann. Als Unternehmen kann man die Organisation und Abläufe natürlich nicht sofort umstellen und von heute auf morgen ein neues Geschäftsmodell implementieren.  In diesem Fall kann es aber sinnvoll sein, erste Gehversuche mit Workshops und Prototypen zu machen. Man nehme eine konkrete Fragestellung, ein interdisziplinäres Team und etwas externe Unterstützung und erarbeitet gemeinsam die optimale Lösung.  Daraus baut man einen Prototypen oder ein sogenanntes MVP (Minimum Viable Product), um die theoretische Lösung zu validieren. Als KMU lernt man so wahrscheinlich mehr als durch jedes Strategiepapier und hat bereits eine Basis für weitere Schritte. Ein weiterer Vorteil: Die Lösung wird greifbar und in kleine Schritte unterteilt. 

 

Treibt man die Digitalisierung konsequent weiter, erhält man früher oder später die angestrebte Lösung und die Veränderungen im Geschäftsmodell.  Man lernt ständig dazu und kann so auch neue Erkenntnisse direkt in die eigene Entwicklung einfliessen lassen oder mit dem Implementierungspartner abstimmen.

Möchten Sie einen Prototyp erstellen, mehr über die Möglichkeiten erfahren, oder ein digitales Produkt implementieren oder entwickeln? Nehmen Sie unverbindlich mit uns Kontakt auf.